Spundwände am Beispiel Wohnquartier Elsenz Mitte in Sinsheim – Funktionen und Einsatzgebiete

Spundwände.

Ein Begriff der aktuell eng in Verbindung zum Neubauprojekt „Wohnquartier Elsenz Mitte“ in Sinsheim steht. Einige von Ihnen haben die Spundwände mit Sicherheit schon auf dem ehemaligen „Zweydinger-Areal“ entdeckt und sich gefragt, wozu diese denn nun eigentlich gebraucht werden. Hierbei handelt es sich um Stahlwände welche zum Schutz der Baugrube 12 Meter tief in die Erde gerammt werden. Die Spundwände werden nach Aushub und Erstellung des Untergeschosses wieder herausgezogen.

 

Was sind Spundwände?

Eine Spundwand ist ein Verbau zur Sicherung von Baugruben oder Geländesprüngen, der zugleich eine Dichtungsfunktion übernehmen kann. In der Regel werden Spundwände aus Baustahl hergestellt.

 

Wozu werden Spundwände gebraucht?

Zur Sicherung und Stützung von senkrechten Baugrubenwänden. Die Spundbohlen werden mit Vibrationsrammung in Lockerböden eingebracht oder statisch eingepresst. Bei tiefen Baugruben werden die Spundwände rückwärts mit Injektionsankern verankert oder innerhalb der Baugrube ausgesteift.

Was bewirken Spundwände?

  • Nach dem Einbau der Spundwände kann der Baugrubenaushub in einem Zuge bis Baugrubensohle bzw. zur jeweiligen Anker- bzw. Aussteifungslage ausgeführt werden.
  • Nur in rammbaren Böden ausführbar
  • In der Nähe von empfindlicher Bebauung Risiko von Gebäudeschäden durch Erschütterung

Einsatzgebiete

Haupteinsatzgebiet ist die Sicherung von Baugruben in Gebieten, wo das Platzangebot keine Böschung zulässt, oder eine Abdichtung gegen drückendes Wasser erforderlich ist. Hier werden Spundwände als temporäre Sicherungsmaßnahmen eingesetzt, die nach Abschluss der Bauarbeiten und dem Hinterfüllen der Baugrube wieder gezogen werden.

Spundwände werden neben dem zeitlich begrenzten Einsatz als Verbau auch dauerhaft als Bauelemente im Wasserbau für Kaimauern, Schleusenwände, Kanäle (Wasserlauf mit künstlich hergestelltem Gewässerbett), Molen und Hafenbecken, sowie zum Hochwasserschutz eingesetzt.

Spundwände zählen zu den „weichen Verbau Arten“ ('weich' heißt: Je nach Tiefe müssen in gewissen Abständen Rückverankerungen oder Aussteifungen eingebracht werden). Sie sind nicht geeignet, wenn Setzungen oberhalb der Baugrube zu Schäden führen könnten, wie z.B. im innerstädtischen Bereich.

 

 

 

Quellen:

de.wikipedia.org/wiki/Spundwand

http://www.demler.de/spezialtiefbau/baugrubenverbau/spundwaende/

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