Was ist eine Baulast?

Eine Baulast ist eine Verpflichtung eines Grundstückseigentümers, bestimmte Dinge auf einem Grundstück zu tun, zu dulden oder zu unterlassen.

Baulasten werden im Baulastenverzeichnis der zuständigen Baubehörde geführt.

Aber nicht jedes Bundesland verfügt über ein Baulastenverzeichnis.

Alternativen zur Verwendung von Baulasten sind in der Regel Grunddienstbarkeiten, die in Abteilung II des Grundbuchs eingetragen werden.

Dabei bekommt der Eigentümer eines anderen Grundstücks auf dem eigenen Grundstück bestimmte Rechte. Das Recht ist an das Grundstück gebunden und auch der neue Eigentümer muss sich an die Regeln halten.

Die vier wichtigsten Baulasten sind:

Stellplatzbaulast

Stellplatzbaulasten helfen dabei PKW-Stellplätze auf einem fremden Grundstück nachzuweisen.

Abstandsflächenbaulast

Die Abstandsflächenbaulast ist die Verpflichtung eines Eigentümers bestimmte Flächen seines Grundstückes nicht zu bebauen, um dem Nachbarn die Einhaltung der Abstands-flächen seines Gebäudes zu ermöglichen.

Anbaubaulast

Die Anbaubaulast verpflichtet zum Anbau an das Nachbargebäude.

Erschließungsbaulast

Gebäude dürfen nur dann errichtet werden, wenn das Baugrundstück an einer Verkehrsfläche (Straße) liegt, oder eine gesicherte Zufahrt von einer öffentlichen Verkehrsfläche aufweist.

Fazit:

Vor dem Kauf eines Grundstücks oder einer Immobilie immer einen Blick ins Grundbuch oder ins Baulastenverzeichnis werfen.

 

Quelle: Deutscher-Bauanzeiger

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