Zwangsversteigerung

Für Immobilieninteressenten ist eine Zwangsversteigerung eine gute Möglichkeit, eine Immobilie günstig zu erwerben.  Die Preise der zwangsversteigerten Objekte liegen meist deutlich unter dem tatsächlichen Marktwert und die Gläubiger sind oft mit einem geringeren Erlös zufrieden.  Darüber hinaus entfallen beim Kauf einer Immobilie im Rahmen einer Zwangsversteigerung die Notarkosten und die Maklerprovision.

Eine Zwangsvollstreckung wird dann nötig, wenn die betroffene Person seine Schulden mit Geld nicht mehr begleichen kann. Bei einer Zwangsversteigerung geht es also darum, den Besitz des Schuldners in Geld umzuwandeln, um die Forderungen des Gläubigers zu befriedigen.

Folgende Objekte werden auf einer Zwangsversteigerung versteigert:

  • Einfamilienhäuser
  • Mehrfamilienhäuser
  • Eigentumswohnungen
  • Grundstücke, unbebaut oder bebaut
  • Gewerbegrundstücke

Die sachliche Zuständigkeit für eine Zwangsversteigerung obliegt dem Amtsgericht als Vollstreckungsgericht. Das Vollstreckungsgericht bewilligt die Zwangsersteigerung, legt den Termin und das geringste Gebot fest und führt diese auch durch.

Die zuständigen Amtsgerichte, veröffentlichen Informationen zu den zwangsversteigerten Objekten, z.B.:

  1. In Aushängen des jeweiligen Gerichts
  2. In Aushängen verschiedener Geldinstitute
  3. In Tageszeitungen, die Auktionen im Immobilienteil listen
  4. In Internetportale zum Thema Zwangsversteigerung

Dort gibt es die Basisinformationen wie eine kurze Beschreibung des Objekts, Angaben zur Lage sowie zum Verkehrswert.

Bei der eigentlichen Versteigerung, können die Interessenten ihre Gebote abgeben.  Am Ende wird das höchste Gebot dreimal aufgerufen und die Versteigerung geschlossen. Zum Abschluss  verhandelt das Gericht über die Erteilung des Zuschlags. Der Meistbietende erhält den Zuschlag und ist dann der neue Besitzer der Immobilie.

Folgende Punkte sollten Sie bei einer zwangsversteigerten Immobilie beachten:

  1. Es besteht weder eine Garantie noch eine Gewährleistung.
  2. Käufer haben kein Rücktrittsrecht, wenn z.B. später Baumängel zum Vorschein kommen.
  3. Bewohnern der zu versteigernden Immobilie sind nicht verpflichtet, Gutachter ins Haus zu lassen.
  4. Grundbuchauszug prüfen, ob dieser Belastungen oder Sondernutzungsrechte enthält
  5. Auf Wertgutachten bestehen – dieses gibt Informationen über den Bauzustand, die Lage, den Verkehrswert und die Anschlüsse der Immobilie.

Die geringen Kaufnebenkosten und der Traum vom Schnäppchen haben den Markt verändert. Durch eine steigende Nachfrage und Preise kam es zu einer deutlichen Professionalisierung. Daher aufpassen, dass das großes Schnäppchen nicht zu einem schlechten Angebot wird und man im Endeffekt deutlich mehr zahlen muss, als bei einer Immobilie die regulär auf dem Markt angeboten wird.

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