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Eigenbedarfskündigung

Eine Kündigung wegen Eigenbedarf ist dann gegeben, wenn ein  Vermieter  die Wohnung für sich selbst, für Familienangehörige oder für Angehörige seines Haushalts benötigt.

Zu den Familienangehörigen zählen, z.B.:

  • Eltern
  • Kinder
  • Enkel
  • Geschwister
  • Nichten und Neffen

Wer seinem Mieter eine Kündigung wegen Eigenbedarf zustellt, muss die rechtlichen Voraussetzungen beachten.

Ein Vermieter darf aber Eigenbedarf anmelden, auch wenn er die Wohnung nur als Zweitwohnung nutzen möchte.

Kündigt ein Vermieter seinem Mieter die Wohnung wegen Eigenbedarfs, so steht ihm ein Besichtigungsrecht zu, um gegebenenfalls nötige Renovierungs- oder Umbaumaßnahmen planen zu können

Aber: Falls ein  Vermieter die Wohnung ausschließlich zu gewerblichen Zwecken benötigt, ist eine Eigenbedarfs-kündigung unwirksam.

  • Kraichgau Immobilien - Blog - Eigenbedarfskündigung

    Es empfiehlt sich, die Kündigung als Einschreiben zu versenden oder noch sicherer ist, sie zusammen mit einem Zeugen persönlich zu übergeben.

    Welche Kündigungsfristen bei Eigenbedarf sind zu beachten?

    Der Vermieter muss auf die gesetzliche Kündigungsfrist nach § 573 c BGB achten.

    Die Kündigung ist spätestens am dritten Werktag eines Kalendermonats zum Ablauf des übernächsten Monats zulässig.

    Das heißt: Geht das Kündigungsschreiben dem Mieter am Montag, den 1. Februar zu, endet das Mietverhältnis Ende April.

    Hat der Mieter weniger als fünf Jahre in der Wohnung gelebt, kann der Vermieter mit einer Frist von 3 Monaten kündigen. Bei fünf bis acht Jahren liegt die Kündigungsfrist bei sechs Monaten.

    Besteht der Mietvertrag seit mehr als acht Jahren, muss der Vermieter eine Kündigungsfrist von neun Monaten einräumen.