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Tipp für Vermieter: Grundsteuererlassantrag für das Jahr 2019 bis spätestens zum 31.03.2020 stellen!

Eigentümer einer Immobilie müssen jährlich an die Gemeinden Grundsteuer bezahlen. Insbesondere bei größeren Gewerbeimmobilien kann die Grundsteuer mehrere tausend Euro betragen. Was jedoch vielen Vermietern nicht bekannt ist, ist die Möglichkeit eines sogenannten Grundsteuererlassantrages (§ 34 Grundsteuergesetz).

  • Vermieter, Eigentümer, Grundsteuerbescheid

    Wann kann ich einen Grundsteuererlassantrag stellen?

    Die folgenden Voraussetzungen müssen erfüllt sein:

    1. Ertragsminderung im entsprechenden Jahr muss mehr als 50 % betragen:

    Eine Ertragsminderung von mehr als 50 % liegt vor, wenn die jährlichen Mieterträge weniger als 50 % des üblichen Rohertrages betragen. Hier ist es unbeachtlich, ob die Miete nicht vereinnahmt wurde, weil die Wohnung/Gewerbeeinheit unvermietbar war oder nicht vermietet wurde, oder aber, ob die Miete nicht gezahlt wurde, obwohl die Wohnung/Gewerbeeinheit vermietet war.

    Kann also nachgewiesen werden, dass die Miete weniger als 50 % der üblichen Jahresmiete betragen hat, werden auf Antrag 25 % der Grundsteuer nachträglich erlassen.

    Für Vermietungsobjekte, die im gesamten Jahr nicht vermietet wurden und bei denen die Jahresrohmiete € 0,00 betrug, können 50 % der Grundsteuer nachträglich auf Antrag erlassen werden.

    2. Es darf kein Eigenverschulden des Eigentümers an der Ertragsminderung vorliegen:

    Als zweite Voraussetzung muss der Vermieter im Grundsteuererlassantrag nachweisen, dass er an der Minderung der Jahresrohmiete kein Verschulden hatte. Eigenverschulden wären beispielsweise utopische Mietpreise oder dass sich nicht intensiv genug um die Vermietung der leer stehenden Flächen gekümmert wurde.

    Als Nachweis für das ernsthafte und nachhaltige Bemühen um die Wiedervermietung, sollten dem Grundsteuererlassantrag entsprechende Anlagen, wie zum Beispiel schriftliche Vereinbarungen mit einem Makler oder Kopien der selbst inserierten Zeitungs- beziehungsweise Internetannoncen, beigefügt werden.

    3. Der Antrag für das abgelaufene Jahr muss bei der zuständigen Gemeinde bis zum 31.03. des Folgejahres gestellt werden:

    Der Grundsteuererlassantrag muss bis spätestens zum 31.03. des auf das Ertragsminderungsjahr folgenden Jahres bei der zuständigen Gemeinde gestellt werden. Diese Frist ist unbedingt einzuhalten, da § 34 des Grundsteuergesetzes lediglich einen Erlass bis zum 31.03. des Folgejahres für zulässig hält.

    Details erfragen Sie bitte bei Ihrem Steuerberater!

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    Hallo, ich bin Diana Leucht

    und arbeite seit 2008 bei der Kraichgau Immobilien GmbH und ich kann nur über das bloggen, was die Verschwiegenheitsverpflichtung zulässt.


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